Buffycomic.de - Buffy Comic Staffel 8

Ausgabe: 23

Autorin: Ladyofdarkness


Predators & Prey

<The thing about the slayer organization is that we’re not just coworkers. We’re family.>

Und die Bande zwischen den ‚Familienmitgliedern’ sind unzerstörbar.

Andrew kommt in die Zentrale gerannt. Er schreit nach Buffy und rennt zwei der Mädchen - die ihm netterweise sagen, dass er Buffy, Willow und Xander in der Kommandozentrale findet - beinahe über den Haufen. Was ist denn los, wollen die noch wissen.
Keine Zeit, danke und übrigens, er mag ihr Top, ruft Andrew, der schon an ihnen vorbei ist.

Wer einen von ihnen verletzt, bekommt es mit ihnen allen zu tun. Das ist so was wie ihr Motto. Nichts kann sich zwischen sie drängen.

Andrew reißt die Tür zur Zentrale auf, so dass die gegen die Wand knallt.
Wenn er das noch einmal macht, dass lässt Buffy ihn die Tür fressen, erklärt sie und kassiert dafür einen geschockten Blick von Willow.
Sorry, das klang vielleicht ein bisschen schroff, meint Buffy.
Andrew soll ihr vergeben, findet Xander. Sie stecken bis obenhin in der Harmony-Angelegenheit.
Ist okay. Aber, Brüder und eher-Schwestern, sie sollen sich drauf einstellen gleich aufgeheitert zu werden. Denn er hat eine Spur zu Simone Dorfler gefunden (die Anführerin der abtrünnigen Jägerinnen, A.d.Ü.) Also, was tun sie?
Simone, ehrlich? Seit sie sich von ihnen losgesagt hat, ist sie von ihrem Radar verschwunden. Also, wie hat er sie gefunden, will Buffy wissen.
Nicht sie, aber ihren ‚Lieutenant’, Nisha. Da er normalerweise Dämonenaktivitäten in den hotspots aufzeichnet, hat er heut morgen außerhalb von Mailand ein Signal aufgefangen. Scheint als hätte Nisha rumgespielt wo sie’s nicht sollte und ist so in die Falle eines Ragna-Spinnen-Dämons geraten.

Buffy will Simone finden – all die Berichte über nebelhafte Attacken auf Banken, Militärbasen…
In den letzten Tagen haben sich die Berichte gehäuft, erklärt Andrew - Frauengangs, die die Gegend unsicher machen und Leute aus ihren Häusern werfen, brutal und gemein. Aber immer mit ordentlich zurechtgemachtem Haar… also er denkt, das ist Simone.
Ragna-Dämonen halten ihre Opfer für etwas 36 Stunden am Leben bevor sie sie fressen. Scheinbar macht das Adrenalin sie dann besonders lecker. Also haben sie genug Zeit – allerdings müssen sie reisen und wenn sie gehen wollen, dann besser auf der Stelle.
Buffy beschließt, dass sie Nisha zurückholen, die ihnen dann hoffentlich Informationen über Simone’s Pläne gibt, bevor die wieder zuschlagen kann. Ein Sieg wäre zur Abwechslung mal nett. Können Willow und Xander hier die Stellung halten, während sie mit Andrew geht?
Ein Ausflug! Süß, freut Andrew sich.
Xander nimmt Buffy zur Seite. Ist sie sich sicher? Stunden über Stunden Reisezeit mit Andrew? Wirklich?
Buffy sieht ein bisschen entsetzt drein. Ach komm schon, sagt sie zu Xander. Sie kann absolut damit umgehen.

Buffy’s und Andrew’s Reise in Flugzeug, Bahn und Auto werden untermalt von Andrew’s ununterbrochenem Geschwafel… (das tu ich euch nicht an, also nur eine kurze Zusammenfassung,A.d.Ü.): über Star Wars, Superman, Comics, Rollenspiele (an der Stelle erfahren wir, dass offenbar auch Giles den Online-RPG’s frönt, denn Andrew behauptet nur Giles’ hätte einen stärkeren und intelligenteren cleric erschaffen als er), Giles, Filme, Heath Ledger, Klamotten, sein Team, Musik, Daniel Craig als neuen Bond…
An der Stelle unterbricht Buffy ihn zum ersten Mal (und wir steigen wieder in die reguläre Übersetzung ein, A.d.Ü.), denn sie mag Daniel Craig. Er ist so…
… draufgängerisch und real, schlägt Andrew vor.
Uhm, sicher, und dieses Rennen über die Häuserdächer? Also, sie hat das gemacht und hatte trotzdem Angst um ihn.
Ja, er weiß! Draufgängerisch, real und verletzlich, wirft Andrew ein
Und diese Badehosen, hallo Daddy, begeistert Buffy sich.
Andrew sieht aus dem Seitenfenster und meint nur, dass er dazu keine Meinung hat.
Buffy wird grade klar, dass sie mit Andrew eine Art Freak-Freundschaft schließt. Er und sie? Wer hätte das je gedacht, wundert Buffy sich.
Andrew weiß! Was ist mit Pierce Brosnan – mag sie den auch?
Wo? In Mrs. Doubtfire?
Auugggh, wie kann sie es wagen!!

In einem Waldgebiet stellt Andrew das Auto ab. Seinen Aufzeichnungen nach geht es hier lang.
Buffy findet Simone’s timing miserabel: sie muss grade jetzt einen Zahn zulegen, wenn die ganz Welt Jägerinnen-phobisch wird.
Nicht wirklich, denn sobald die Leute von ihnen erfahren hatten, war das doch einen Gelegenheit für sie, denkt Andrew. So haben sie noch mehr Angst vor Simone und sie nutzt diese aus, um zu kriegen was sie will. Sie markiert die Starke. Mit solchen Leuten hat er Erfahrung - aus seiner Jugend.
Ja, sie nimmt an das hat er.
Die beiden nähern sich ihrem Ziel.
Hier müsste das Nest sein, glaubt Andrew; sie müssten es jede Sekunde sehen…
Buffy fragt mit aufgerissenen Augen, ob es das da ist.

Die beiden stehen vor einem riesigen Gebilde aus Rohren und Blechen, das vage an ein Spinnennetz erinnert. Ziemlich weit oben hängt eingeschlossen in einer Art rosafarbenem, magischem Feld ein Mädchen.
Ja, das ist die Ragna-Version eines Netzes, meint Andrew – Eisen, Stahl und oben die Falle für die Opfer.
Entzückend, findet Buffy sarkastisch. Und jetzt sollten sie Nisha da runter holen. Lebt sie noch, fragt Buffy Andrew.
Ja, tut ist, gibt Nisha selber genervt zur Antwort. Und sie ist wirklich nicht grade glücklich.
Nun, nun, da hat sie sich ja in eine hübsche Klemme gebracht, meint Andrew.
Nisha gibt zurück, dass sie ihm hübsch in den Arsch treten wird, sobald die wieder frei ist…
Ist das Umgangssprache für ‚danke, ich weiß die Rettung zu schätzen’, fragt Buffy. Dann ist es nämlich gern geschehen.
Wie auch immer. Sie sollen sie einfach runterholen, bevor dieses Ding zurückkommt.
Welches Ding?
Buffy und Andrew drehen sich erschrocken um und sehen den Ragna-Dämon auf sich zukommen.
Oh, dieses Ding, kommentiert Buffy. Sieht aus, als wäre Charlotte wieder zuhause. Andrew soll ihr helfen, Nisha runter zu schaffen bevor das Viech bei ihnen oben ankommt.
Sie müssten sie nicht runterholen, wenn sie diesen Mist nicht überhaupt erst erschaffen hätten, beschwert Nisha sich.
Ein bisschen Dankbarkeit wäre wirklich nicht das Schlechteste, regt Buffy sich auf. Wenn Andrew nicht die Dämonenaktivität im Auge behalten hätte, dann würde sie jetzt aufgefressen. Es ist nicht ihre Schuld, dass Nisha in die… uhm… Manga-Falle oder was auch immer geraten ist.
Oh, bitte. Glaubt sie das wirklich? Ragna-Dämonen sind im elften Jahrhundert ausgestorben. Aber jemand hat all seine Freizeit in Italien auf Experimente mit rekombinanter DNA verschwendet, um sie wieder zu erschaffen. Und nun kann Buffy mal raten, wer das war…

Buffy sieht Andrew an. Der nimmt nur wortlos etwas aus seiner Innentasche. Mit einer Fernbedienung schaltet er das magische Feld ab, in dem Nisha gefangen ist. Die knallt auf den Boden.
Andrew verschränkt die Arme und fragt, ob es wirklich so wichtig ist, wie sie Nisha in ihre Gewalt bekommen haben. Sie haben sie, also sollten sie sie zurück ins Hauptquartier schaffen und…
Er hat einen gefährlichen Dämon gezüchtet, fährt Buffy Andrew an; und er hat sie darüber angelogen. Also, ja, es ist wichtig!
Andrew verteidigt sich, dass er nicht gelogen hat. er hat nur gesagt, dass Nisha in einer Ragna-Falle sitzt – er hat allerdings nicht gesagt wo die herkam.
Ihr geht’s übrigens gut, merkt Nisha vom Boden her an.

Im nächsten Moment wird Buffy hart ins Gesicht geschlagen. Andrew schreit noch, kriegt aber selbst einen Schlag verpasst von Simone, die neben ihnen aufgetaucht ist.
Sie will wissen, ob Nisha okay ist. Sie sind hergekommen, sobald sie sie aufgespürt hatten.
Ihr geht’s gut, nur noch ein bisschen komisch im Kopf, weil sie 18 Stunden kopfüber verbracht hat.
Zu Buffy meint Simone, dass es nicht nett wer, eins ihrer Mädchen gefangen zu nehmen. Zum Glück hat sie eine ziemlich starke Hexe, die in der Lage war, sie direkt hierher zu beamen. Ja, genau, sagt sie in Andrew’s Richtung, ‚beamen’ – so nennen die Stargate-Freaks das doch.
Star Trek, korrigiert Andrew; hat sie denn nie zugehört bei seinen Lektionen?
Netter Auftritt, findet Buffy, die sich den Kopf reibt. Kapiert sie nicht, dass der Kampf vorbei ist? Sie sollte mit ihnen zurückkommen, bevor dieses Spinnenvieh hier oben ankommt. Sie können das ausdiskutieren und…
Zurückkommen?! Hat Buffy nichts mitgekriegt? Jetzt sind sie die bösen Jungs (oder in dem Fall natürlich Mädels). Die Leute denken, dass Vampire cool und die Jägerinnen die Bedrohung sind. Der Unterschied zwischen ihnen ist nur, dass sie (also Simone) wirkliche eine Bedrohung ist. Dabei hat Simone eine Art Waffe gezogen.
Ach komm, glaubt sie wirklich, dass eine Pistole der richtige Weg ist, um sich mit ihr auseinanderzusetzen, fragt Buffy. Währenddessen hat der Ragna die kleine Gruppe beinahe erreicht.
Was, das? Oh, bitte. Sie ist nicht hier, um Buffy zu erschießen. Und wenn sie wäre, dann würde sie ne richtige Waffe verwenden und kein Spielzeug. Waffen, wie sie sie mag. Aber die hier ist nicht für Buffy. Damit dreht Simone sich um und schießt auf den Ragna, der von einer Entladung getroffen wird und bewegungslos liegen bleibt.
Simone stützt Nisha, als sie erklärt, dass sie den Dämon ruhig stellen musste, damit sie ihn mitnehmen kann. Sie sehen sich… Damit verschwinden Simone, Nisha und der Ragna mit einem ‚pop’.

Buffy und Andrew klettern an dem ‚Netz’ hinunter.
Er hat einen Killerdämon erschaffen, um an Simone ranzukommen?
Andrew wollte niemanden umbringen; sie nur einfangen. Er hat nur benutzt, was er grade zur Verfügung hatte – ein riesiger Ragna war nicht seine erste Wahl, aber er musste halt schnell denken.
Er hätte zu ihr kommen sollen, findet Buffy.
Nein, das musste er selber machen. Immerhin war es seine Schuld, dass sie überhaupt erst abtrünnig wurde.
Er ist nicht an Simone’s Verrat Schuld, stellt Buffy klar. Rona war diejenige, die…
Er war Simone’s Wächter. Vielleicht gibt Buffy ihm ja keine Schuld daran, dass sie böse wurde, aber er tut es selbst. Und er musste es sich beweisen. Sie wissen beide, wie sehr er sich verändert hat, seit sie sich das erste Mal getroffen haben. Er denkt beinahe, dass er sich inzwischen ihr Vertrauen erarbeitet hat – ihres, und das von Willow und Xander und der ganzen Organisation.
Das hat er, bestätigt Buffy.
Und deswegen hat er Angst, meint Andrew, als er das letzte Stück zu Boden springt. Noch niemals zuvor hat er das mit irgendjemand erlebt. Jetzt, da er weiß wie sich das anfühlt… da will er nicht, dass es sich wieder ändert. Was, wenn sie ihm eines Tages doch die Schuld gegeben hätte?
Hätte sie nicht.
Aber er musste sicher gehen. Er wollte nicht, dass sie den Glauben an ihn verliert. Also wollte er nur alles richtig machen.
Eine verrückte Punk-Jägerin zu verlieren ist bestimmt kein Grund, dass sie den Glauben an ihn verliert, erklärt Buffy, die zurück zum Auto marschiert. Sie anzulügen allerdings schon.
Andrew folgt ihr nur langsam und tippt auf seinem PDA. Simone hat jetzt den Ragna, und wenn er sie richtig einschätzt, dann wird sie ihn gegen Zivilisten einsetzen.
Kann er das Vieh finden, will Buffy wissen.
Er hat dem Dämon eine genetische Modifikation verpasst – ein radioaktives Isotop, das sie aufspüren können. Ironisch, oder? All die Arbeit, die er in die Erschaffung des Dämons gesteckt hat, deswegen ist Buffy böse auf ihn. Aber grade dadurch können sie es auch finden. Wenn sie mal drüber nachdenken, yay… hmm… sie ist kein Fan von Ironie, oder? Also, uhm, yeah, es ist auf einer Insel vor der Küste, erklärt Andrew.
Gut, dann sollten sie los.

Andrew und Buffy sind auf einem Schnellboot und reden nicht miteinander, bis sie auf der Insel ankommen.
Andrew macht das Boot fest, während Buffy sich umsieht. Es ist wunderschön hier, merkt sie an.
Sie sollten unbedingt eines Tages die Mädchen für einen Urlaub hierher bringen, schlägt Andrew vor. Also, nachdem sie die bösen Jägerinnen und den Killer-Spinnendämon losgeworden sind natürlich. Ist sie noch böse auf ihn?

Eine Stimme von dem Landungssteg her erklärt, dass sie eigentlich nicht hier sein dürften.
Buffy entdeckt ein kleines Mädchen. Sie ist überrascht, dass sie englisch spricht.
Ja, das haben sie ihnen in der Schule beigebracht. Sie hat in dem Dorf hier gelebt, bevor die böse Frau herkam. Sie tauchte einfach eines Tages auf und hat gesagt, sie habe Hunger und ihre Großmutter hat ihr was zu essen gegeben und Tee. Ihre Großmutter ist sehr nett, sie macht so was. Aber dann hat die böse Frau sich auf den Dorfplatz gestellt und allen gesagt, dass sie sich ein neues Zuhause suchen müssen, weil die Insel jetzt ihr gehört. Ihre Großmutter hat sie angeschrieen und die böse Frau hat ihre Großmutter verletzt.
Wohin sind sie alle gegangen, fragen Buffy und Andrew, die sich zum dem kleinen Mädchen runtergebeugt haben.
Die Meisten sind aufs Festland geflohen. Aber ihre Großmutter und sie, sie haben dort niemanden; also sind sie hier geblieben, auf den Docks. Sie gehen nicht ins Dorf.
Sie werden mit der bösen Frau sprechen, verspricht Buffy – sie kann ihnen nicht einfach ihr Zuhause wegnehmen und das muss ihr jemand erklären.


In dem Dorf:
Es herrscht das absolute Chaos und Buffy kommentiert, dass Simone es sich hier wohl gemütlich gemacht hat.
Sie und Andrew finden sich vor dem Opernhaus wieder, aus dem ganz offensichtlich das Signal kommt. Vorsichtig gehen die beiden hinein, sehen aber nichts außer voll geschmierten Wänden.
Andrew versucht immer noch zu erklären, warum er das getan hat – er dachte einfach, dass er das Richtige tut.
Also, findet Andrew wirklich, dass das die Zeit und Ort ist, um darüber zu reden?
Hey, sie kommen hier vielleicht nicht lebend raus und er will einfach sichergehen, dass er ihr zuvor noch alles gesagt hat, was er sagen wollte. Das hat er jetzt. Ach nein, eins noch: nachdem er jetzt Angel kennen gelernt hat, muss er sagen, dass Buffy mit Spike einen besseren Geschmack entwickelt hat – der hat doch viel mehr Biss. Also er ist zumindest für Team Spike. Und dann noch was, auch wenn er damit in der Minderheit ist: er mag es wenn sie ihr Haar kürzer trägt. So, jetzt hat er aber alles gesagt.
Andrew stoppt vor einer Tür und lauscht. Da sollte sie drin sein, also los…

Buffy und Andrew drücken die Tür auf und finden sich einem ganzen Raum von abtrünnigen Jägerinnen gegenüber. Simone hat es sich auf der Bühne gemütlich gemacht
Nett, dass sie her gefunden haben. Einige der Mädchen hatten sich schon Sorgen gemacht; aber sie hat ihnen versichert, dass die große und mächtige Buffy sich durch nichts von ihrem großen Auftritt abhalten lassen würde – in dem Fall mit ihrem jämmerlichen Schosshündchen im Schlepptau. Simone wusste, dass Buffy nicht würde widerstehen können, ihr zu folgen. Sie hat echt darauf gezählt, weil hier… ist sie am Zug.
Buffy verlangt den Ragna zurück zu bekommen.
Simone erklärt, dass sie Buffy (sie nennt sie ‚Buffster, A.d.Ü.) nicht bekämpfen will. Sie hat nichts gegen sie und um die Wahrheit zu sagen, bewundert sie sie sogar. Sie ist nur veraltet – und diese Vampirnummer im TV beweist es. So wie sie das sieht, gibt es zwei Sorten Leute. Diejenigen, die sie so sehr fürchten, dass sie hoffen, dass irgendjemand oder irgendetwas sie tötet. Und diejenigen, die so dumm sind, es selber zu versuchen. Sie hat für keine der beiden was übrig.
Also glaubt sie, die Lösung sei, eine Insel zu übernehmen, fragt Buffy.
Sie hat Macht – tun mächtige Leute so was nicht, fragt Simone zurück. Sich die Dinge einfach zu nehmen? Sie hat diesen Ort als Jägerinnen-Territorium eingenommen, so Operationsbasis. Von hier aus können sie ihre Angriffe starten. Sie wollten, dass sie sich ihren Regeln beugen, jetzt diktieren sie die Regeln. Sie können ihre Unterdrücker in die Knie zwingen. Sie können Veränderung und Angst verbreiten, so wie es ihnen bestimmt ist.
Nein, ihr ist das nicht bestimmt, widerspricht Buffy.
Sie weiß, dass Simone recht hat, erwidert die. Und weiß sie was? Andrews kleiner Spinnenfreund kann ihnen helfen. Wenn sie noch ein paar mehr erschaffen, dann haben sie eine Waffe, vor der alle zurückschrecken werden.
Der Ragna sitzt derweil in einem Käfig im hinteren Teil der Bühne.
Sie würde unschuldige Menschen töten!
Es ist ein Krieg und so was wie unschuldig gibt es nicht, erklärt Simone.
Buffy schwört, dass sie sie aufhalten wird.
Simone ist sicher, dass Buffy das versuchen wird. Tja, Arachnophobia hier ist eh nur Plan B. Wenn’s läuft wie geplant, brauchen sie das Vieh gar nicht. Wenn Buffy es will, dann kann sie’s haben – wenn sie ihnen dafür Andrew gibt!

Buffy und Andrew starren Simone entsetzt an.
Was?! Sie würde ihr den Dämon geben nur für… Andrew? Uhm, nichts für ungut, meint sie in dessen Richtung.
Schon gut, gibt der zurück.
Klar. Oh, komm schon. Jemand wie er? Der für sie verantwortlich sein sollte? Falls sie’s noch nicht mitbekommen hat, aber Simone ist kein Fan von Autoritäten. Und er führt sich auf wie der Drill Sergeant, was sie ziemlich… nun ja, sauer gemacht hat. Sie will ihre Rache. Außerdem ist er unglaublich nervtötend.
Yeah, na ja, daran gewöhnt man sich, gibt Buffy zu. Aber Simone kriegt ihn nicht.
Damit tritt Buffy eine der nahe stehenden Jägerinnen in den Magen und stürzt auf ein paar Degen zu und greift sich einen, bevor sie Simone damit angreift.
Andrew wird von einer weiteren Jägerin festgehalten.
Ah, jetzt werden die Dinge interessant, freut Simone sich. Alle sollen Abstand halten, denn Buffy gehört ihr.
Die beiden liefern sich einen Kampf mit den Degen, bis Buffy nach oben springt und sich an einen Kronleuchter festklammert.
Ui, sieht ja gefährlich aus, höhnt Simone. Fühlt sich’s nicht auch so an? Zumindest sieht es aus, als hätte sie selber ins aus gebracht.
Buffy schwingt an dem Kronleuchter, springt ab und landet mit einem Salto zusammen mit dem Kronleuchter direkt in den Stühlen neben Simone, die sich schützend wegdreht.
Buffy setzt ihr den Degen an Hals. Sie macht das schon länger als Simone. Heißt sie hat mehr Erfahrung, also ist Simone erledigt.
Dafür ist sie jünger, gibt Simone zurück. Also ist sie schneller und Buffy angeschissen. Simone hat eine Waffe gezogen und richtet die auf Buffy. Die Waffe ist echt, informiert sie sie noch.

Buffy wirft den Degen zur Seite und erklärt, dass sie kein Fan von Waffen ist.
Und da dachte Simone doch tatsächlich, sie hätten was gemeinsam. Es ist immer noch ganz einfach, Buffy gibt ihr den Loser und kriegt den Dämon. Keiner wird verletzt. Na, obwohl… damit streicht Simone Andrew grob durchs Haar… fast niemand.
Nein.
Buffy…, fängt Andrew an. Der Dämon zählt. Er wird bleiben, dann sind alle sicher. Er muss das tun.
Simone ist total verrückt und will ihm das einreden, erklärt Buffy. Sie gibt ihm die Schuld für alles, was sie getan hat. Sie hat’s ihm doch gesagt: es war nicht seine Schuld.
Sie hat ihm nichts eingeredet, es ist simple Logik. Sie wird unzählige Menschen mit dem Dämon verletzen. Er ist nur ein Einzelner – und das Wohl viele ist wichtiger als das Wohl…
Buffy stoppt ihn. Sie hängt jetzt seit acht Jahren mit Xander zusammen – und ist auch mit ihm ‚Freak-befreundet’. Deswegen kennt sie Freak-Zitate und ist davon nicht zu Tränen gerührt, stellt Buffy definitiv klar.
An Simone gewandt erklärt Buffy, sie sollen Dämon entweder behalten oder auch nicht, ist ihr egal. Sie wird einen Weg finden, um sie aufzuhalten. Aber Andrew kommt mit ihr. Sie lässt niemanden im Stich – und zwar, weil so eben sie ist.

Die Jägerinnen haben sich hinter Simone versammelt. Die hat immer noch die Waffe auf Buffy gerichtet.
Eine Schande, findet sie – das macht dann sechzehn Jägerinnen gegen eine Einzelne.
Da hat sie sich wohl verzählt, hören sie eine Stimme aus dem Hintergrund.
Andrew dreht sich etwas mühsam in dem Griff der Jägerin, die ihn festhält, und entdeckt seine Italiengruppe.
Mr. Harris hat ihnen gesagt, dass Mr. Wells sich um Simone kümmern wollte – und das konnten sie ihn nicht allein tun lassen, erklärt eins von Andrew’s Mädchen. Er ist ihr Wächter und wo er hingeht, gehen sie auch hin. Also kommt Mr. Wells mit ihnen.
Buffy erinnert nebenbei, dass sie auch noch da ist.
… und Buffy kommt auch mit ihnen, ergänzt das Mädchen.
Gute Arbeit, erklärt Buffy. Wenn sie sie bekämpfen müssen, um die Insel wieder unter Kontrolle zu bekommen, dann…
Andrew’s Mädchen unterbricht Buffy (die mal wieder mit ‚Ma’am’ betitelt wird, A.d.Ü.), dass das vermutlich keine gute Idee ist. Auch wenn sie jetzt in der Überzahl sind, sind immer noch Waffen im Spiel – das könnte zu leicht in einem Feuergefecht enden.
Buffy hat den Leuten versprochen, dass sie ihr Dorf zurückkriegen.
Bei allem Respekt, aber sie sollten die verbliebenen Einwohner aufs Festland schaffen; und dafür lang genug leben, damit sie Simone ein andermal bekämpfen können.

Buffy nimmt Simone die Waffe aus der Hand. Schön, sie kann die Insel behalten.
Dann richtet Buffy die Waffe auf die Jägerin, die Andrew festhält. Und jetzt, will sie ihren Freak zurück haben!
Sie hält die Waffe auf Simone gerichtet und gibt Andrew Anweisung die Italiengruppe hier rauszuschaffen, hübsch langsam und ruhig.
Simone dachte, dass Buffy keine Waffen mag, erinnert die sie an ihre Worte.
Die ist nicht für Simone, sondern für das da…
Damit schießt Buffy das Schloss des Käfigs auf und befreit den Ragna.
Vielleicht kann sie sie ja nicht persönlich aufhalten, aber sie kann trotzdem dafür sorgen, dass Simone gestoppt wird. Oder zumindest ein bisschen gebremst. Sie wollte den Ragna? Bitte, da hat sie ihn.
Buffy schließt die Tür hinter sich und lässt die Jägerinnen mit dem Dämon allein.
Shit, kommentiert Simone.

Andrew und Buffy sind mit dem kleinen Mädchen und dessen Großmutter noch auf der Insel und sehen auf das Dorf hinunter.
Aber das war ihr Zuhause, erklärt die Kleine. Wo sollen sie denn jetzt hingehen?
Buffy weiß es nicht. Aber sie weiß, dass sie woanders sicherer sind.
Alles in ihrem Leben hat sich verändert, das ist nicht fair, findet das Mädchen.
Buffy weiß das, stimmt sie fast wehmütig zu.


in der Italien Jägerinnen-Zentrale:
Andrew sitzt allein in seinem Zimmer.
Buffy taucht in der Tür auf. Er kann sich einen Abend frei nehmen.
Er sammelt grade all seine Informationen über den Ragna. Falls sie den je bekämpfen müssen, kennen sie all seine Schwächen.
Buffy ist sich sicher, dass Simone und ihre Leute sich um das Problem gekümmert haben… was eigentlich nicht ermutigend ist.
Schau, fängt Buffy an, er war bereit, sich selber zu opfern, um unschuldige Menschen für das größere Ganze zu retten. Das ist ein riesiger Schritt für ihn – er sollte stolz auf sich sein.
Aber Buffy hatte recht, er hat sie angelogen, meint Andrew geknickt.
Yeah, nun ja, er ist Teil der Familie. Er sollte sich dran gewöhnen, aus guten Gründen Mist zu bauen. Genau das tun sie nun mal. Damit dreht Buffy sich um, um zu gehen. Er soll vorbeischauen, wenn er seinen Bericht geschrieben hat – sie sehen sich’s dann an.

Andrew schaut langsam auf, erst ein bisschen ungläubig, dann lächelt er vorsichtig.
Er ist Teil der Familie?

 

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